Ein unerfüllter Kinderwunsch oder die ersten Wochen einer Schwangerschaft sind oft mit vielen Fragen, Hoffnungen und manchmal auch Sorgen verbunden. In unserer Praxis nehmen wir uns Zeit für Sie, erklären verständlich die nächsten Schritte und planen gemeinsam mit Ihnen eine medizinisch fundierte, persönliche Begleitung.
Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über unsere Kinderwunsch-Sprechstunde, die Schwangerschaftsbetreuung nach den Mutterschaftsrichtlinien, zusätzliche Ultraschalluntersuchungen, den Umgang mit Beschwerden in der Schwangerschaft sowie unsere Angebote nach der Geburt.
Wenn sich eine Schwangerschaft nicht so schnell einstellt wie gewünscht, ist es wichtig, frühzeitig in Ruhe hinzuschauen – ohne Druck, aber mit einem klaren Plan. In unserer Kinderwunsch-Sprechstunde nehmen wir uns Zeit für ein ausführliches Gespräch über Ihre Vorgeschichte, Ihren Zyklus und eventuelle Vorerkrankungen.
Mögliche Bausteine der Basisdiagnostik sind zum Beispiel:
- Zyklusbeobachtung und Beratung zum „richtigen Zeitpunkt“
- Ultraschalluntersuchungen zur Beurteilung der Eierstöcke und der Gebärmutterschleimhaut
- Hormonuntersuchungen im Blut
- Abklärung möglicher Infektionen
Wir sprechen auch über Lebensstilfaktoren wie Ernährung, Gewicht, Stress, Rauchen oder Medikamente und geben Ihnen alltagstaugliche Empfehlungen, wie Sie Ihre Fruchtbarkeit unterstützen können.
Wenn weiterführende Diagnostik oder spezielle Therapien sinnvoll sind, arbeiten wir mit regionalen Kinderwunschzentren zusammen und unterstützen Sie bei der Überweisung, zum Beispiel zum Kinderwunschzentrum Baden oder zu anderen spezialisierten Einrichtungen der Region.
Eine Schwangerschaft ist eine besondere Lebensphase – medizinisch und emotional. Wir begleiten Sie engmaschig nach den Mutterschaftsrichtlinien und stimmen die Betreuung individuell auf Ihre Situation ab.
Zu unserer Schwangerenvorsorge gehören unter anderem:
- Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit Gespräch, Blutdruck- und Gewichtskontrolle
- Blut- und Urinuntersuchungen nach den Mutterschaftsrichtlinien
- Ultraschalluntersuchungen zu den vorgesehenen Zeitpunkten
- Beratung zu Ernährung, Sport, Reisen und Berufstätigkeit in der Schwangerschaft
- Besondere Betreuung bei Risikoschwangerschaften in enger Zusammenarbeit mit spezialisierten Zentren
Wir kooperieren mit Geburtskliniken und Perinatalzentren der Region und beraten Sie gern bei der Wahl des Geburtsortes, zum Beispiel mit Blick auf das Ortenau Klinikum und weitere Kliniken in der Umgebung.
Viele Fragen lassen sich auch gut im Zusammenspiel mit Hebammen beantworten. Gern unterstützen wir Sie dabei, eine Hebamme zu finden und die Aufgabenverteilung zwischen Praxis und Hebamme sinnvoll zu gestalten.
Ultraschalluntersuchungen geben wertvolle Einblicke in die Entwicklung Ihres Kindes und bieten in vielen Situationen zusätzliche Sicherheit. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in der Regel drei Basis-Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft zu festgelegten Zeitpunkten.
Auf Wunsch sind darüber hinaus zusätzliche, nicht immer von den Kassen getragene Ultraschalluntersuchungen möglich, zum Beispiel zur Verlaufsbeobachtung oder als 3D/4D-Ultraschall. Wir beraten Sie ausführlich, welche Untersuchungen in Ihrer Situation medizinisch sinnvoll sind und informieren Sie transparent darüber, welche Leistungen Kassenleistungen sind und welche als individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) privat zu zahlen sind.
Spezielle pränataldiagnostische Untersuchungen (z. B. ausführliche Fehlbildungsdiagnostik, bestimmte Bluttests) können in spezialisierten Zentren durchgeführt werden. Bei Bedarf arbeiten wir eng mit entsprechenden Praxen und Kliniken zusammen und organisieren die Überweisung für Sie.
Viele Beschwerden in der Schwangerschaft sind zwar unangenehm, aber meist harmlos – zum Beispiel Übelkeit in den ersten Wochen, Müdigkeit, Sodbrennen, Rückenschmerzen oder geschwollene Beine. Wir beraten Sie, welche Maßnahmen Ihnen im Alltag gut helfen können und welche Medikamente in der Schwangerschaft erlaubt sind.
Wichtig ist, dass Sie Warnzeichen ernst nehmen und sich frühzeitig melden. Dazu gehören zum Beispiel:
- Starke oder neu auftretende Unterbauchschmerzen
- Blutungen aus der Scheide
- Plötzliche, starke Kopfschmerzen, Sehstörungen oder „Sternchensehen“
- Deutlich verminderte oder ausbleibende Kindsbewegungen (ab dem Zeitpunkt, an dem Sie Ihr Kind normalerweise spüren)
- Fieber, Schüttelfrost oder anhaltendes Erbrechen
- Flüssigkeitsabgang aus der Scheide (Verdacht auf Blasensprung)
Im Zweifel gilt: Lieber einmal mehr nachfragen. Rufen Sie uns an oder wenden Sie sich – insbesondere außerhalb unserer Sprechzeiten – an den ärztlichen Notdienst oder die nächstgelegene Geburtsklinik.
Auch nach der Geburt sind wir weiterhin für Sie da. In der Regel findet etwa 6–8 Wochen nach der Entbindung eine gynäkologische Nachuntersuchung statt. Dabei kontrollieren wir die Rückbildung der Gebärmutter, die Heilung von Damm- oder Kaiserschnittnarben und besprechen Ihren allgemeinen Gesundheitszustand.
Viele Frauen haben in dieser Phase Fragen zum Stillen, zur Brustgesundheit oder zu Stimmungsschwankungen und Erschöpfung. Sprechen Sie uns offen an – gemeinsam mit Hebammen und Kinderärztinnen/Kinderärzten können wir Sie unterstützen und bei Bedarf weitere Hilfsangebote vermitteln.
Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Verhütungsplanung nach der Geburt. Wir beraten Sie, welche Methoden stillverträglich sind, wann ein geeigneter Zeitpunkt für den Beginn der Verhütung ist und welche Optionen für Ihre Lebenssituation am besten passen.
Ob Kinderwunsch, frühe Schwangerschaft, reguläre Vorsorge oder Fragen nach der Geburt – wir begleiten Sie Schritt für Schritt und nehmen Ihre Anliegen ernst. Vereinbaren Sie gerne einen Termin, damit wir in Ruhe Zeit für Sie und Ihre Fragen haben.
Wenn Sie sich unsicher sind, welche Sprechstunde für Sie die richtige ist, beraten wir Sie auch dazu gerne.
